3ZKBB … oder so ähnlich

eines von vielen Portalen für die Wohnungssuche in Nairobi

Die Wohnungssuche in Nairobi ist etwas anders als es unsereines gewohnt ist. Kurz gesagt: Nicht die Gesamtanzahl der Zimmer ist hier entscheidend, sondern über wieviele Schlafzimmer das Appartement oder das Haus verfügt.

So werben die Anzeigen für Two-, Three- oder Four-Bedroom Apartements. Das Wohnzimmer gehört ebenso automatisch dazu wie die Küche und mindestens ein Balkon. Ebenso obligatorisch: Teile der Einrichtung sind bereits vorhanden. Küchenzeilen (ohne Geräte) sind ebenso ein Muss wie die festinstallierten und meist recht üppigen Kleiderschränke in den Schlafzimmern.

DSQ und Dobie

Separat gelistet werden darüber hinaus DSQ – Domestic Servant Quarter -Räume, also Zimmer für das Hauspersonal. Selbst in einfachsten Einkommensverhältnissen ist nicht unüblich für verschiedenste Arbeiten eine Haushaltshilfe zu beschäftigen. Der tägliche Verkehr zur Arbeit, der zu Spitzenzeiten schon mal im Chaos enden kann macht es z.B. ebenso angenehm wie erstrebenswert, dass die „Perle“ schon das Abendessen für die Familie bereitet hat.

Servants haben üblicherweise auch einen separaten Zugang über die Küche, bzw. die dahinter liegende „dobie-area“. Das was bei uns die Waschküche – also der Raum für Waschmaschine, Trockner und Wäscheleinen ist – ist oft genug ein halboffener Raum zum rückseitigen Garten oder ein zweiter, kleiner Balkon oder eine Veranda hinter der Küche.

En-Suite und Master

Verfügt ein Schlafzimmer über ein eigenes WC mit Bad oder Dusche, spricht man von „en-suite“ Zimmern. Üblich ist dies eigentlich immer beim sogenannten Master-Bedroom. Dieser ist zumeist großzügiger geschnitten, hat das angesprochene eigene Bad und sehr oft auch einen begehbaren Kleiderschrank. Die übrigen Bedrooms teilen sich in einfacheren Wohnungen oder Häusern das Badezimmer. Die besseren Häuser bieten „all en-suite“, also jedes Schlafzimmer verfügt auch über ein eigenes Badezimmer. Der Unterschied zum Master wird zumeist über Dusche für alle vs. Wannenbad für den Master gemacht.

Ein Gäste-WC ist aber ebenso üblich wie – inbesondere in älteren Häusern – ein separates Waschbecken im Wohnzimmer, genauer im Essbereich des Wohnzimmers. Es gehört zur guten Sitte in Kenia (und hat seinen Ursprung mit Sicherheit im immer noch akuten Thema Lebensmittelhygiene) sich vor dem Essen die Hände zu waschen.

Die Wohnungssuche in Nairobi

Zunächst gestaltet sie sich einfach. Wohnraum ist ausreichend verfügbar in fast allen Preisklassen. Aber auch oft genug sehr langwierig. Die Einsortierung in die verschiedenen Preisklassen nicht immer nachvollziehbar. Die Wunschmiete der Vermieter oder auch der vermittelnden Agenten und Makler darf man daher erstmal als verhandelbar betrachten. Oft genug findet sich ein und dieselbe Immobilie in den diversen Anzeigenportalen im Preisspannen von 100.000 KES bis 150.000 KES. Sei es um den Markt zu testen oder auch weil der Agent zehn- oder zwanzigtausend Shilling für seine eigenen Zwecke auf die gewünschte Miete aufgeschlagen hat.